Papierfische: Silberfisch-ähnliche Insekten erkennen & nachhaltig reduzieren
Papierfische sehen Silberfischen ähnlich, sind aber oft in trockeneren Wohnbereichen aktiv – zum Beispiel in Schlafzimmern, Fluren oder Arbeitszimmern. Sie ernähren sich von stärkehaltigen Materialien wie Papier, Kleister und Staubpartikeln. Hier erfährst du, wie du Papierfische sicher erkennst und die Ursache dauerhaft in den Griff bekommst.
Was sind Papierfische?
Papierfische (auch Papierfischchen) sind flügellose Insekten aus der Gruppe der Fischchen. Im Gegensatz zu klassischen Silberfischen sind Papierfische oft länger, können besser klettern und fühlen sich nicht nur im Bad wohl, sondern auch in trockenen Räumen. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Ritzen, hinter Fußleisten oder in Kartonagen.
So erkennst du einen Befall
- schnelle, silbrig-graue „Fischchen“, meist nachts sichtbar
- häufig in trockenen Räumen: Flur, Schlafzimmer, Büro, Abstellraum
- kleine Fraßspuren an Papier, Karton, Tapetenrändern oder Bucheinbänden
- häufig: Häutungsreste (feine, durchsichtige „Häutchen“)
Was wird angegriffen?
- Papier, Kartons, Bücher, Akten
- Tapetenkleister, Etiketten, Kartonverpackungen
- stärkehaltige Rückstände (z. B. Krümel, Staub)
- Textilien mit Appretur/Finish (selten, eher Begleitfraß)
Warum kommt es zum Befall?
- viele Verstecke: Ritzen, Fußleisten, Hohlräume
- viel Papier/Karton (Lagerung, Umzugskartons)
- langfristig stabiles Raumklima (sie sind sehr anpassungsfähig)
- fehlende Kontrolle in selten genutzten Bereichen
Was tun bei Befall? (natürlich & sinnvoll)
1. Verstecke reduzieren
- Ritzen und Fugen abdichten (Fußleisten, Sockel, Wandanschlüsse)
- Kartons vermeiden oder in dichten Boxen lagern
2. Reinigung & Ordnung
- gründlich saugen (Kanten, Sockelleisten, unter Möbeln)
- Staub und Krümel reduzieren (Nahrungsgrundlage minimieren)
3. Monitoring nutzen
- Klebefallen helfen, Aktivität zu erkennen und zu reduzieren
- Fallen entlang von Wänden/Leisten platzieren
Warum Papierfische so hartnäckig sein können
Papierfische sind anpassungsfähig und können lange ohne viel Nahrung auskommen. Wenn es viele Verstecke gibt, bleiben sie oft unbemerkt. Ein nachhaltiger Erfolg entsteht daher meist durch eine Kombination aus Abdichten, Reinigen und Monitoring.
FAQ zu Papierfischen
Was ist der Unterschied zu Silberfischen?
Papierfische kommen häufiger in trockenen Räumen vor, sind oft etwas größer und können sich besser in der Wohnung ausbreiten als klassische Silberfische.
Warum sehe ich sie fast nur nachts?
Papierfische sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Ritzen, hinter Leisten oder unter Möbeln.
Hilft Lüften gegen Papierfische?
Lüften kann unterstützen, ist aber bei Papierfischen oft nicht der Haupthebel. Wichtiger sind Abdichten, Sauberkeit und Monitoring.
Wie kann ich vorbeugen?
Kartons vermeiden, Papier trocken lagern, regelmäßig saugen und Ritzen abdichten – besonders in Abstellräumen und entlang der Fußleisten.


