Nacktschnecken: Schleimspuren erkennen & Pflanzen natürlich schützen
Nacktschnecken können in kurzer Zeit große Schäden im Garten verursachen – besonders an jungen Pflanzen, Salaten und zarten Trieben. Typisch sind unregelmäßige Fraßlöcher und silbrig glänzende Schleimspuren. Hier erfährst du, wie du Nacktschnecken sicher erkennst und mit sinnvollen, natürlichen Maßnahmen dauerhaft reduzierst.
Was sind Nacktschnecken?
Nacktschnecken sind Weichtiere ohne schützendes Gehäuse. Viele Arten sind nützlich und fressen abgestorbenes Material – problematisch wird es, wenn stark pflanzenfressende Arten in Beeten überhandnehmen. Aktiv sind Schnecken vor allem bei feuchtem Wetter, morgens, abends und nachts.
So erkennst du einen Befall
- silbrig glänzende Schleimspuren auf Erde, Wegen, Blättern
- unregelmäßige Fraßlöcher (oft vom Blattrand aus)
- abgefressene Keimlinge und Jungpflanzen („über Nacht weg“)
- Schäden vor allem nach Regen oder bei hoher Luftfeuchte
Welche Pflanzen sind häufig betroffen?
- Salat, Kohl, Spinat, Mangold
- Erdbeeren & andere weiche Früchte
- Jungpflanzen, Keimlinge, frische Triebe
- Zierpflanzen mit zarten Blättern (z. B. Dahlien, Funkien)
Warum kommt es zum starken Auftreten?
- feuchte Witterung, schattige Beete, dichtes Mulchmaterial
- viele Verstecke (Bretter, Steine, dichte Bodendecker)
- wenig natürliche Gegenspieler
- junges, zartes Pflanzenwachstum (Schnecken „Lieblingsfutter“)
Was tun gegen Nacktschnecken? (natürlich & sinnvoll)
1. Verstecke reduzieren
- Beete luftig halten, dichten Bewuchs auslichten
- Bretter/Steine nicht dauerhaft als Versteck liegen lassen
- Mulch gezielt und nicht zu dick einsetzen
2. Mechanische Barrieren nutzen
- Schneckenzäune und Beetkanten als zuverlässige Sperre
- Topfkulturen erhöht stellen und Zonen trocken halten
3. Regelmäßig absammeln
- morgens/abends absammeln – besonders nach Regen
- „Versteckbretter“ als Sammelpunkt nutzen und täglich kontrollieren
Natürliche Gegenspieler & Unterstützung
In naturnahen Gärten helfen Igel, Laufkäfer, Kröten und Vögel, Schneckenbestände zu regulieren. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, das Beet so zu gestalten, dass es weniger dauerhaft feucht ist und Schnecken weniger Schutz finden.
FAQ zu Nacktschnecken
Warum sind die Schäden oft „über Nacht“ da?
Schnecken sind überwiegend nachts aktiv und fressen bei feuchtem Wetter besonders intensiv. Deshalb wirken Schäden morgens oft plötzlich.
Hilft Gießen am Abend?
Abendliches Gießen erhöht die Feuchtigkeit genau dann, wenn Schnecken aktiv werden. Besser morgens gießen, damit die Oberfläche tagsüber abtrocknet.
Was ist die beste Vorbeugung?
Verstecke reduzieren, Barrieren nutzen und Jungpflanzen in der empfindlichen Phase besonders schützen.
Warum kommen Schnecken immer wieder?
Wenn es feucht bleibt und viele Verstecke vorhanden sind, finden Schnecken ideale Bedingungen. Mit strukturierter Vorbeugung sinkt der Druck meist langfristig.

